Mittwoch, 2. Mai 2012

Kroatien, Monte Negro, Albanien

Die dritte Ettappe: Kroatien, Monte Negro, Albanien

Unser Nachtlager am örtlichen Strand mussten wir leider relativ zügig verlassen, da wir den Arbeitsweg von ein paar Fischern blockierten.

Schnell die Autos aus dem Weg geparkt, danach allgemeines "duschen" mit frischem Meerwasser, die Haare dazu, dass wir auch ordentlich gekleidet im Kinderheim erscheinen werden. Doch hierzu galt es noch ein ganzes Stück durch Kroatien weiterzufahren. Idyllische Sträßchen zogen sich durch mediterrane Landschaften, der Duft von Zypressen begleitete uns. Doch wußten wir ein Ziel, welches wir unbedingt erreichen wollten.

Dubrovnik! Eine geschichtsträchtige Stadt, erbaut auf alten Mauern aus der Römerzeit (najaaa... genaue Details können bei WIkipedia nachgelesen werden ;) ) . Sehr touristisch, aber wunderschön anzusehen!

hier konnten wir gleich unsere Maiaufgabe erfüllen. Spiele einem anderem Team einen Streich!

Der Maibaum (wirklich eine kleine Birke) von Team "Transporters" bot sich natürlich an, so einsam und verlassen dieser auf einem der Wagen festgebunden war.

Standesgemäß wurde dieser gegen Bier zurückgetauscht :)

Die Idee unser Ziel über ein paar Abkürzungen zu erreichen führte uns an idyllische Plätze, fernab von jeglicher Zivilisation. und zu einer perfekten Aussicht PLUS der Erkenntnis, dass es nicht immer am Kartenleser selbst liegt, wenn man vor einer Sackgasse steht (offensichtlich haben wir Regionen erreicht, in denen Marco Polo noch nicht war und man ohne den Kontakt zu Einheimischen schlichtweg aufgeschmissen ist. Die Straße hörte einfach auf..., doch auf der Karte schien sie durchgängig bis zur Grenze zu sein... Was hier nun genau passiert war, würden wir schon gerne erörtern, aber derzeit fehlt uns einfach die Zeit...  Den Kartenfehler werden wir wenn wir zurück sind weitergeben. Und wir waren nicht die einzigen... auf diesem Holzweg haben wir einige Team wieder getroffen) !

An der Grenze zu Montenegro konnten wir wieder eine Sonderaufgabe erfüllen. Das leckere Schefflerbräu wurde an einen Grenzposten verschenkt, natürlich dokumentarisch festgehalten! Nur möchte betreffender Grenzposten unerkannt bleiben, da sie im Dienst natürlich keinen Alkohol zu sich nehmen dürfen. Respektieren wir, deswegen bleibt das Photo unter Verschluss!

 In Monte Negro war die Fahrt an der Küstenstraße dann eher gemütlich, denn schnell fahren oder überholen war vor lauter Touriblicken kaum möglich. Aber absolut empfehlenswert, diese Küstenstraße mit allen Ecken und Schleifen entlang zu eiern.. ähh.. zu genießen! ;)

Die Suche nach dem Grenzübergang Vladimir...

 Ein kleiner Mitschnitt aus einer kleinen Diskussion im ersten Fahrzeug: "Wir müssen nach Vlamidir über Kurca, das ist der direkte Weg." "das ist total grün auf der Karte und der Weg ist gestrichelt, die Straße dort hin ist weiß" "Perfekt!" "Das bedeutet noch nicht vorhanden, da in Planung..." "Egal, iwie wird es da schon weitergehen" (Wahrscheinlich wollte der Fahrer einfach den Berg nicht mehr wieder runter fahren ;)  )  ... Der Weg wurde gesucht und er grüner und kleiner, den Berg hinauf mit einer wunderschönen Aussicht (dass wir hierzu vor einem Tunnel mal eben wenden mussten, lassen wir hier mal beseser unter den Tisch fallen ;) ) Die Straße zur Grenze selbst war wirklich noch nicht ganz fertig..

An dieser Baustelle wurde der Weg zu einer direkten Rallyestrecke, sehr zu Freude der Kilometermacher, denn nun konnten wir uns ein kleines Rennen liefern, mussten nur nebenbei versuchen den Staubwolken des Vordermanns auszuweichen wie auch Beifall klatschenden und hupenden Autos, wie auch Baumaschinen.

In Deutschland wäre die Strecke komplett gesperrt gewesen, in Albanien lässt man die Baumaschinen fahren und arbeiten und leitet die Fahrzeuge dazwischen. Wird eine neue Schicht Kies angebracht, so müssen die Fahrzeuge eben kurz warten. Gar nicht so dumm eigentlich!

 Kinderheim Albanien.

DIe Anfahrt bereitete doch etwas Schwierigkeiten, denn die Straßenverhältnisse in Albanien sind entsprechend anders. Durchaus findet sich noch ein bisschen Teer zwischen den Schlaglöchern... wenn auch sporadisch.
Natürlich gibt es Autobahnen, aber diese sind für uns ja tabu. Nach einigen Schleifen hatten wir es dann doch geschafft! Wir wurden dort von freudigen Kindern begrüßt, unsere Kühlerfiguren fanden besonderen Anklang, vor allem der große Elefant!
Sr. Juditha unterhält ein Kinderheim in Albanien. Für dieses Kinderheim haben wir Sachspenden in Form von Kuscheltieren, Bällen, Pylonen, Bastelscheren und anderem Spielzeug von diversen Sponsoren mit dabei. Zusätzlich brachen die Kilometermacher noch einen Rollator, 2 Rollstühle und einiges an Krücken und Bandagen mit. Sr Juditha betreut seit 18 Jahren vor Ort 13 verhaltensauffällige Kinder direkt, 60 Kinder im Kindergarten und sie unterstützt arme Familien vor Ort mit Lebensmittelspenden.

Biersonderaufgabe gelöst!  MIt "Göttlicher" Hilfe sozusagen! UNd wir wissen, er fährt mit uns :)

In Albanien haben wir mit Sr Judithas Hilfe zwei Polizisten gefunden, die für uns Bier angenommen und auch davon gekostet haben. Ein herzlichen Dankeschön! Vom Komandanten wurde es dann auch noch abgesegnert. Merci vielmals!

Nachdem der Renault mit ein paar Wegfahrsperren Problemen zu kämpfen hatte, der Opel ständig mit Batterie und Spannungsproblemen kämpft und der Bus uns mit einem Wasserleck geschockt hat, sind unsere Autos eigentlich noch ganz gut in Schuss.

Auf geht´s, frisch gestärkt mit Kuchen und einer frischen Dusche auf zum Abenteuer Albanien!

vom OK überholt...

da fährt man in aller Ruhe durch Albanien, freut sich über eine besser ausgebaute Straße die KAUM Schlaglöcher aufweist und was passiert? Plötzlich finden sich 6 Augen paare VOR einem Autobahnschild wieder... SCHEIIISSSEEEEE!
Natürlich mussten wir mal eben genau dort anhalten wo wir stehen und die Autobahn halb Blockieren. Macht aber nix, denn das OK war direkt hinter uns und hat uns freudig begrüßt....
Auch wenn man denkt, man fährt allein, die Welt ist kleiner als man denkt :)
und nochmal Glück gehabt, denn echt mal...... einmal eine Autobahn ungewollt versucht und schon ist das OK zur Stelle.... Gut, dass wir angehalten haben :) 

Die alternative Strecke war jedoch die beste Wahl die man hatte treffen können. Die Straße bestand aus Schlaglöööööööööchern und Mada mag nen Orden haben, trotz dieser Beduúbgzbgrb einen einigermaßen vernünftigen Blog während der Fahrt hinbekommen zu haben. ;) (Sagen wir, die Tippfehler kommen von dem Gehoppel...)

Interessant, wie sich die Verhältnisse ändern, jetzt haben wir wirklich die unbeleuchteten Eselkarren, Mopeds, Traktoren vor uns, ab und an freilaufende Hunde und vor allem.. viele viele Kühe und Schafe! Schotter und grobe Körnung, doch warum wird die Seite hier auf eine Spur begrenzt und auf der anderen Schotterspur liegen einzelne Steine Straußeneigroß? Eine Antwort, welche wir noch erörtern werden,.... irgendwann......

Staubschluckend suchen wir uns also den Weg nach Tirane. Ab und an frägt man sich... Schlaglöcher alleine sind ja schon recht anstrengend und erinnern an die AkustikPiste auf sämtlichen Autotestgeländen... aber Schlaglöcher mit Wasser? Wäre doch mal was neues, denn wie soll man abschätzen ob man nun den Motor darin versenkt oder ob es noch passt? "Hätten wir die Ansaugung höher legen lassen sollen?", egal, wäre eh schon zu spät....  Fahren wir ein am Austrocknen begriffenes Flussbett lang? Auch nicht... Aber sonst hätten wir bei der Rallye ja keinen Spaß :) dennoch muss ich hier mal erwähnen....

 Krass, wie wunderschön die Häuschen gerichtet sind!!! mit Einfahrt aus Kopfsteinpflaster oder Polygonalplatten aller erdenklichen Art und Größe und dann im Vergleich die Straße dazu... ein Schlagloch am anderen, so tief. dass ein ganzer Polo drin verschwinden könnte...Welche Gegend wir uns hier wohl ausgesucht haben... gut, dass es schon absolut dunkel ist... ;) 

TIrana bei Nacht...

TIrana, die Hauptstadt Albaniens, liegt inmitten von Bergen in einer Art Tal-kessel. Um diesen Kessel herum wurde ein Autobahnring gebaut... aber.... Autobahnen sind für uns ja tabu! Also was tun in einer Stadt ohne richtige Beschilderung? RIchtig! Wir haben ja noch einen Kompass, also galt es (bei Nacht wohlgemerkt) die kürzeste Verbindung zwischen Nord und Süd durch diesen Talkessel zu finden.

Eine Rallye ohnegleichen, doch haben wir es nach einiger Zeit und nach einigen Fragen geschafft. wir hatten KEINE Autobahn verwendet. Nach Tirana geht es weiter nach Elbasan, uns trennt ein wunderschön kurviger Pass von unserem Schlafplatz, allerdings mussten wir um 0 Uhr schlichtweg sagen, dass es für heute genug ist. Wir haben uns also einen Schlafplatz auf dem Pass, auf einem kleinen Platau gesucht und werden dort übernachten und morgen früh die schöne Aussicht genießen. Geweckt wurden wir also durch eine wunderschönen Sonnenaufgang und der Bestätigung, dass wir wirklich nicht alle auf das Parkplatau gepasst hätten, denn rechts davon ging es wirklich über 50 (Na gut... 15...)  Meter in den Abgrund :)

Martina und Kilian hatten sich auf der Strecke noch in Albanien mit einem Internetcafe betreiber angefreundet, der interessiert viele Fragen über die Rallye hatte, während Martina sich um Bilder und aktuelle Informationen kümmern konnte. Auch an dieser Grenze gab es keinerlei Probleme.

Doch diese kamen ab Griechenland.

Genau ab Kilometer 13 ab Grenze ^^°

Nummer Eins : der VW. Kühler geplatzt.... der Elefant wurde vollkommen eingesaut. Diskussionen ergaben, dass sich der Renault aufmacht und in der nächsten größeren Stadt nach Kühlerdicht Ausschau hält. Kleiner Haken an der Sache, heute ist der 1.Mai, der in Griechenland auch ein Feiertag ist. Macht aber nix, wir werden schon irgendwo entweder Pfeffer, Kühlerdicht oder andere Klebmasse finden um diese zu kitten...

. Leider kam dann der Anruf, dass beim Suchen die Antriebswelle des Renaults gebrochen sei... einzigste Möglichkeit die verblieb war den ADAC zu rufen und schnellstmöglich ein Ersatzteil zu organisieren.

Der VW Bus wurde also kurzerhand vom Opel Omega über den ersten Berg geschleppt und dann ging es bergab ohne Kühler in Richtung Stadt. Florina.

WIe bereits erwartet war dort alles geschlossen, doch gab es vereinzelte Tankstellen, die dennoch in einer Art Notbetrieb arbeiteten. Gerade gibt es für das Team selbst eine kleine Pause, während die Renaultfahrer Rainer und Uwe auf den Abschlepper warten.

Die Welt scheint wirklich ein Dorf zu sein (oder wir sind im kleinsten Nest), denn gerade der Tankwart, der uns unser Kühlersdicht verkauft hat, kannte ein Abschleppunternehmen 2 Häuser weiter. Dort nachgefragt fanden wir jemanden, der just in dem Moment den Anruf vom ADAC bekam, dass es einen Auftrag Nähe Floralis gäbe. Perfekt!

So haben 4 der 6 Kilometermacher ihr Camp auf dessen Hof aufgeschlagen, während der nette Herr los ist, die Beiden gestrandeten aufzugabeln. Die Kommunikation gestaltete sich etwas schwerer, denn der Herr sprach nur Griechisch, jedoch konnte die Dame vom ADAC hier assisteren. In Griechenland hat man Zeit, weswegen wir fast den ganzen Tag dort verbracht haben um unsere Diagnose zu bestätigen... die rechte Antriebswelle ist gebrochen und so schnell kann die nicht ersetzt werden. Vor allem da Feiertag ist und der nette Herr schon längst in denselben gehen wollte, auch ist in Griechenland wild campen nicht erlaubt, weswegen der nette Herr uns schnellstmöglich vom Hof haben wollte... . Je länger diskutiert wurde, desto ungeduldiger wurde er und nachdem er uns nur noch in Griechisch mit etwas lauterer Stimme zugeredet hatte, haben wir uns entschlossen, uns doch aufzuteilen.

4 der Kilometermacher fahren in Schichten weiter um rechtzeitig in Instanbul entsprechende Geschenke abliefern zu können, während Uwe und Rainer sich um den Wagen kümmern.

Am nächsten Tag könnte alles repariert werden, nur nicht heute, da Feiertag. Die Erklärung dass wir doch eine Rallye fahren würden und deswegen doch nicht warten könnten, fand leider kein Verständnis, ebenso durften wir den Wagen mit seinem Werkzeug nicht selbst reparieren. Schade!

Aber vielleicht hat er das Ersatzteil morgen vom Wir sind gespannt, wie es weitergeht und wünschen Uwe und Rainer viel Glück, auf dass wir uns an der nächsten Grenze wieder treffen können.

Eine Regel besagt, dass wir immer alle zusammen über diese gehen müssen, jedoch haben wir auch hier vorgesorgt. Wir werden Uwe und Rainer mit auf dem Photo haben! ;) Weiter geht es mit Kompass und Karte in Richtung Edessa, Tesaloniki. Türkei, wir kommen!

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